Suche
  • xanthara

Koste es, was es wolle...

oder: Maserati und Mephisto




Ich beobachte immer wieder, wie Menschen um jeden Preis verkaufen wollen. Manchmal mit Druck, manchmal mit List, manchmal mit zweifelhaften Strategien. Sie erhoffen sich das schnelle Geld und die dadurch gewonnene Macht. Deshalb prüfe immer genauestens, wenn dir jemand etwas verkaufen möchte:

Dient mir das Produkt oder die Dienstleistung? Bringt es mir Freude? Kaufe ich aus freien Stücken ohne manipuliert, gedrängt oder überredet worden zu sein?

Hierbei ist es wichtig, gut mit dir selbst verbunden zu sein und auf deine innere Stimme und auf dein Bauchgefühl zu hören.

Wenn sich irgendetwas schräg oder komisch anfühlt, kann es nicht gut sein. Lasse dich nicht auf krumme Deals und zweifelhafte Geschäfte ein. Vertraue dir und deiner inneren Stimme.

Denn sogar bereits Mephisto in Goethes Faust wusste:

"Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben."


Natürlich gibt es immer zu jedem Pol den Gegenpol und somit auch einen Antagonisten zu den harten oder unseriösen Verkäufern.

Viele Menschen erhoffen sich ihr Glück durch irgendwen oder irgendwas zu bekommen. Sie denken, wenn sie dies oder jenes tun oder haben, werden sie glücklich werden.

Und so kann es passieren, dass jemand seine Seele verkauft, in der Hoffnung reich und erfolgreich zu werden und von seiner Unzufriedenheit befreit zu werden.

"Du unterzeichnest dich mit einem Tröpfchen Blut."

Dies geschieht immer dann, wenn sich jemand von sich selbst und seinem wahren göttlichen Kern entfremdet. Derjenige fühlt sich dann ähnlich wie Goethes Dr. Heinrich Faust:

"und so ist mir das Daseyn eine Last"

Doch ich vermute, dass die meisten von uns eher weniger Wert darauf legen, dass ihr Leben wie eine Tragödie verläuft.

Also merken wir uns:

Unser Glücklichsein und Zufriedenheit können wir nur in uns selbst finden! Nirgendwo sonst.

UND:

bevor wir unsere Seele für einen Maserati verkaufen, stellen wir uns selbst immer wieder in Frage und richten uns täglich neu auf die göttliche Gesetzmäßigkeit aus.

Denn:

"Es irrt der Mensch so lang er strebt."


*

Zitate aus "Faust. Der Tragödie erster Teil" aus dem Jahr 1808 von Johann Wolfgang von Goethe.

Immer wieder schön, wie viele aktuelle Bezüge in diesem zweihundert Jahre alten Werk zu finden sind