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  • xanthara

Siehst du dich?

Über Aufmerksamkeit, Abhängigkeiten und Selbstwert.




Jedes Wesen möchte gesehen werden. Jedes Wesen strebt nach Anerkennung.

Das ist ganz natürlich. Wir möchten in Resonanz gehen. Dafür haben wir die Inkarnation in der Polarität gewählt.

Ungesund wird es dann, wenn wir unseren Selbstwert auslagern und außerhalb von uns selbst suchen. Dann werden wir nämlich zu Jägern. Jäger der Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Wir suchen etwas außerhalb von uns, was wir nur in uns finden können.

Und so beginnt der Teufelskreis.


Grundlagen in der Kindheit


Im Kindesalter buhlen wir mit unseren Geschwistern um die Anerkennung und Aufmerksamkeit unserer Eltern. Wir möchten besonders lieb, besonders schlau oder besonders hilfsbereit sein. Klappt das nicht, werden wir immer lauter, immer wilder. Bis uns endlich einer sieht, egal ob die Folge dann negative Aufmerksamkeit -also Strafe- ist. In der Schule geht es um die Aufmerksamkeit und Anerkennung der Lehrer. Schaffen wir es nicht, mit guten Leistungen zu punkten, werden wir auch hier immer auffälliger. Lieber Nachsitzen, als keine Aufmerksamkeit. Im Teenageralter brauchen wir die Abgrenzung von unserer Familie und die Zugehörigkeit zu unser Clique. So färben wir uns die Haare bunt oder kleiden uns entsprechend unserem Freundeskreis. Auch hier geht es wieder um Aufmerksamkeit und Anerkennung. Wer hat die tollesten Kleider, die neusten Schuhe oder den beliebtesten Jungen geküsst?

Üben wir ein Hobby oder eine Sportart aus, möchten wir auch hier immer besonders gut sein. Gewinnen.


Abhängigkeiten in Partnerschaften


Später lechzen wir nach Aufmerksamkeit von potenziellen Partnern. Wir möchten interesant sein. Wir kleiden uns so, dass wir die Aufmerksamkeit des Gegenübers bekommen: sexy, vorteilhaft, aufregend. Bequem ist das nicht, aber das nehmen wir in Kauf. Wir haben ja bereits von Kindesbeinen an gelernt, dass wir nicht die Anerkennung bekommen die wir brauchen, wenn wir sind wie wir sind, sondern wenn wir uns verhalten, wie es den anderen gefällt. Wir verhalten uns in einer bestimmten Art und Weise, dass wir gesehen werden. Und so ziehen wir Menschen an, die nicht uns selbst sehen, sondern unsere Maskerade.

Wir spielen ein Spiel: Pokern um Aufmerksamkeit. Der Einsatz ist hoch: unsere Authentizität.

Wir begeben uns in Beziehungen, die auf irgendeine Art abhängigkeitsbasiert sind und unter Umständen toxisch sein können. Wir möchten gefallen. Wir gehen ein Abhängigkeitsverhältnis ein. Wir verhalten uns so, wie wir denken, dass es dem anderen gefällt. Wir denken, wir müssten bestimmten Erwartungen gerecht werden. Wir brauchen die Anerkennung des Partners, um uns gut und sicher zu fühlen. Wir sind abhängig davon. Im schlimmsten Fall verlässt uns der Partner wieder und wir sind am Boden zerstört. Wir fühlen uns wertlos. Nichts macht mehr Sinn. Unser Leben fühlt sich nicht mehr lebenswert an.


Die Social Media Falle


In den sozialen Netzwerken buhlen wir um Likes und Shares. Hier geht es nämlich um genau dieses Thema: Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Das Essen wird hübsch angerichtet, dass es fotografiert werden kann. Ob es dann deswegen kalt geworden ist, spielt keine Rolle. Alles für den Fame...

Jeder stellt sich im bestmöglichen Licht dar. Es werden hundert Fotos gemacht, bis eins dabei ist, was gepostet werden kann. Der Urlaub wird damit verbracht, nach den schönsten und fotogensten Locations zu suchen. Filter werden über Bilder gelegt, um möglichst vorteilhaft auszusehen. Zunehmend junge Frauen gehen mit einem bildbearbeiteten Selfie als Vorlage zum Schönheitschirurgen und "lassen was machen".

Auch unser Körper soll natürlich möglichst einem Ideal entsprechen: sportlich, schlank und sexy. Wir vergleichen uns ständig mit anderen. Die Brust soll nicht zu groß sein, aber bitte auch nicht zu klein.

Die Branche der Schönheitschirurgie boomt wie nie zuvor.


Zurück zu dir


Doch wie kommen wir wieder raus aus diesem Teufelskreis? Gibt es einen Weg?

Von mir gibt es hier ein ganz klares JA!

Wir müssen uns wieder an uns selbst erinnern. Unser Wesen spüren. Unsere ureigenen Qualitäten sehen, die absolut unabhängig sind von äußeren Einflüssen.

Unser Selbstwert-Barometer wieder zurück zu uns nehmen. Unsere eigene göttliche Größe erkennen.

Wie machen wir das?

Wir beginnen damit, uns selbst tief in die Augen zu sehen. Und dann schließen wir die Augen und schauen nach innen. Schau hin. Erkenne dich. Sieh die Schönheit deiner eigenen Seele.

Und dann dehnen wir täglich unser Licht aus, jeden Tag ein kleines Stückchen mehr. Dass wir uns immer sicherer in uns selbst fühlen. Dass wir uns selbst an-erkennen.

Dann sind wir nicht mehr abhängig von anderen.

Dann sind wir uns selbst genug.